Kulmbach - Burgen, Bier und Blaugesottene

Die oberfränkische Kleinstadt Kulmbach gilt als die Hauptstadt des Bieres. Kein Wunder, ist ihre Geschichte mit dem Bierbrauen wie keine andere verbunden. Ihren Ausdruck findet diese Tradition im alljährlich Ende Juli/Anfang August stattfindenden Bierfest. Doch nicht nur dort. Vieles über diese alte Kunst erfährt der Kulmbach-Tourist im Deutschen Biermuseum.
Das Regionalzentrum am Main aber nur darauf zu reduzieren, wäre ein Fehler.

Schon ein Spaziergang durch die historische Altstadt Kulmbachs bietet einen Genuss der architektonischen Art. Und über allem thront die Plassenburg, eine der schönsten Burganlagen Deutschlands und zudem der Sitz, von dem aus die Hohenzollern Brandenburg sich zur Herrschaft nahmen. Die vier Museen wie etwa das Deutsche Zinnfigurenmuseum legen für Geschichtinteressierte darüber mit vielen Exponaten Zeugnis ab.

Den Landkreis Kulmbach auf seine Kreisstadt zu reduzieren, wäre wiederum ein Fehler. Zu vielfältig ist das Umland. Weiteres über die Hohenzollern-Herrschaft hier ist im Schloss Thurnau zu erfahren. Dort reizt auch ein Töpfermuseum zum Besuch. Wer Interesse an Produktionen gehobenen Amateurtheaters hat, ist zwischen Mai und August in der Naturbühne Trebgast am richtigen Ort.

Für Botanik-Fans hat zudem das Schmetterlings-Museum in Neuenmarkt und für Fans der stählernen Dampfrösser das 30 Jahre alte Deutsche Dampflokmuseum in dem gleichen Ort Überragendes zu bieten. Doch nicht nur Geschichte, Industrie- und Verkehrszeitzeugen und Kultur machen den Landkreis Kulmbach aus. Ausgedehnte Netze an Wander- und Mountainbike-Touren lassen auch das Herz der Wellness-Fans höher schlagen.

Und wer nach diesen “Ausschweifungen” Stärkung braucht, ist in einem der vielen Landgasthäuser bestens aufgehoben. Nachfragen sollte er auf jeden Fall nicht nur nach Kreationen des aus dem Landkreis Kulmbach stammenden Fernsehkochs Alexander Herrmann, sondern nach einer Spezialität: den “Blaugesottenen” - in süß-saurem Sud gekochten Bratwürsten.